Der „UniBowl“ kehrt zurück nach Karlsruhe

Eine kurze Reise in die nicht allzu weit entfernte Vergangenheit. Wir schreiben das Jahr 2013. Die adh-Open im American Football, bei den Teilnehmern allgemein als UniBowl bekannt, finden in Karlsruhe statt. Für die meisten Spieler der Gastgeber, der Karlsruhe Engineers, ist das Turnier dabei ein entspannter Ausgleich zum regulären Ligabetrieb, an dem sie als Teil der Badener Greifs in der Regionalliga teilnehmen. Vier Mannschaften kämpfen in diesem Jahr um die begehrte Trophäe. Neben den Engineers nehmen Teams aus Mannheim, Hamburg und Paderborn an dem Turnier teil. Am Ende gewinnen die Gastgeber souverän den Pokal und krönen sich nebenbei mit ihrem sechsten Sieg zum Rekordtitelträger des UniBowls.

Fünf Jahre später. Die Footballlandschaft in Karlsruhe hat sich deutlich verändert. Kurz nach dem UniBowl 2013 fanden die Engineers unter dem Dach des KIT SC, dem Sportverein des Karlsruher Instituts für Technologie, ein neues Zuhause. Seitdem dürfen die Engineers auch am regulären Ligabetrieb teilnehmen. Der Mannschaft gelang anschließend ein spektakulärer Marsch durch die Ligen. Von der Bezirksliga ging es innerhalb von drei Jahren bis in die Regionalliga. Eine der wenigen Konstanten in diesen Jahren: Die adh-Open.

Engineers in den letzten Jahren Serien-Sieger bei den adh-Open

2014 wurde das Turnier in Paderborn ausgetragen, 2015 in Hamburg und 2016 in Mannheim. Bei allen drei Veranstaltungen waren auch die Engineers zu Gast und durften den Wanderpokal jedes Jahr wieder mit in die Fächerstadt zurücknehmen. Schwierigkeiten bei der Terminfindung verhinderten 2017 eine offizielle Austragung.

In diesem Jahr schließt sich somit der Kreis, jedenfalls in gewisser Hinsicht. Die Engineers treten das zweite Jahr in Folge in der Regionalliga an, wo auch die Engineers 2013 als Teil der Badener Greifs spielten. Der UniBowl ist nun nicht mehr das einzige Spiel-Event des ehemals puren Hochschulsportvereins, sondern ein Spieltag (genau genommen zwei Spieltage) unter vielen. Dennoch ist das Turnier immer noch etwas ganz Besonderes für den Verein.

Der UniBowl hat einen einzigartigen Charakter, das weiß jeder, der schon einmal daran teilgenommen hat. Am Tag wird sich auf dem Feld gegenübergestanden, ohne dem Gegner auch nur einen Zentimeter Raumgewinn zu schenken. Am Abend wird dann gemeinsam gelacht, gefeiert und getrunken. Was auf dem Feld passiert ist, wird dabei nicht selten in meist vollkommen überzogene Heldengeschichten umgedichtet. So war es bereits 1992, bei der ersten Teilnahme der Engineers, und so wird es auch 2018 wieder sein.

Und so fiebern auch in diesem Jahr wieder alle teilnehmenden Mannschaften dem Turnier entgegen. Zu Gast sein in Karlsruhe werden die Mannschaften von der Universität Paderborn sowie von der Helmut-Schmidt Universität in Hamburg. Wer die begehrte Trophäe mit nach Hause nehmen darf entscheidet sich am 28. und am 29. April auf dem Kunstrasenplatz des KIT. Bis bei der Siegerehrung aber der UniBowl-Champion 2018 gekürt wird, steht noch jede Menge Football und Spaß auf und neben dem Platz geben. Und natürlich die eine oder andere Heldengeschichte.

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